29. November 2020

Chronik

1920

Am 17. Juni wird unser Ver­ein unter dem Namen „Gar­ten­ko­lo­nie Stadt­park Alt­chem­nitz” gegrün­det und mit der Stadt Chem­nitz ein Pacht­ver­trag über ein Grund­stück von etwa 10.500 m² abge­schlos­sen, wel­ches mit viel Fleiß der Gar­ten­freunde urbar gemacht wird.

1921/1922

Auf­grund der gro­ßen Nach­frage nach Par­zel­len ent­schließt sich der Vor­stand die Anlage zu erwei­tern. Zusätz­lich wird ein am Hart­hauer Wald gele­ge­nes „Kar­tof­fel- und Wie­sen­grund­stück” gepachtet.

1927

Als Vor­läu­fer unse­res heu­ti­gen Ver­eins­hei­mes wird 1927 eine soge­nannte „Unter­kunfts­halle” erbaut und ein­ge­weiht, in der die Mit­glie­der­ver­samm­lun­gen statt­fin­den. Sogar eine Schank­ge­neh­mi­gung kann man vorweisen.

1928 – 1930

Die „Unter­kunfts­halle” genügt in ihrer Größe und Aus­stat­tung schon bald nicht mehr. Sie ist zu einem belieb­ten Anlauf­punkt für die Ver­eins­mit­glie­der und ande­rer Gäste gewor­den. Das ver­an­lasst den Vor­stand, die Bau­lich­keit zu erwei­tern und einen Küchen­raum sowie eine Veranda anzu­bauen. Des Wei­te­ren wird ein Kel­ler geschaf­fen und ein Brun­nen angelegt.

1933

Ein Grund­stück als Dau­er­land wird von einer Firma in Hart­hau ange­kauft (Gär­ten 35 – 78). Die poli­ti­schen Ver­hält­nisse ver­an­las­sen den gesam­ten Vor­stand zum Rück­tritt und ein neuer Vor­sit­zen­der wird „per Akkla­ma­tion” (ohne Wahl) ein­ge­setzt. Für den Vor­stands­vor­sit­zen­den lau­tet der Begriff „Ver­eins­füh­rer” und Vor­stands­sit­zun­gen wer­den zu „Füh­rer­be­spre­chun­gen”.

1945/1946

Nach dem Ende des Krie­ges gibt es einen Neu­be­ginn. Mit Beschluss der Lan­des­ver­wal­tung Sach­sen vom 14. Februar 1946 wird der Ver­ein aus dem Ver­eins­re­gis­ter gestri­chen und für die Über­gangs­zeit eine „Kom­mis­sa­ri­sche Ver­eins­lei­tung” ein­ge­setzt. Alle nazis­ti­schen Mit­glie­der wer­den aus­ge­schlos­sen und ihre Gär­ten enteignet.

1948

Von den Mit­glie­dern wird ein neuer Vor­stand gewählt.

1949

Alle auf­ge­lös­ten Ver­eine wer­den zur „Klein­gar­ten­hilfe des FDGB” zusam­men­ge­fasst und der Begriff „Gar­ten­ver­ein” aus dem Sprach­ge­brauch gelöscht. Unser Ver­ein erhält die Bezeich­nung „Anlage am Stadtpark”.

Umzug zum Kin­der- und Gar­ten­fest – etwa 1958. Foto: Vereinsarchiv

1959

Es erfolgt die Grün­dung des Ver­ban­des der „Klein­gärt­ner, Sied­ler und Klein­tier­züch­ter” mit der Kurz­be­zeich­nung „VKSK”. Wegen guter Betei­li­gung beim Auf­bau des Lehr­gar­tens an der Wer­ner-See­len­bin­der-Straße erhal­ten wir eine Urkunde, ver­bun­den mit einer Prä­mie von 70 DDR-Mark. Die Pla­nungs­ar­bei­ten für die Elektri­fizierung der ein­zelne Par­zel­len beginnen.

Der gemischte Ver­ein­schor unter der Lei­tung von Fritz Erd­mann – etwa 1958/59. Foto: Vereinsarchiv

1960

Wir fei­ern unser 40-jäh­ri­ges Jubi­läum im Gast­hof Mar­kers­dorf. Die erste Kon­flikt-Kom­mis­sion wird gegrün­det. Aus dem gemisch­ten Chor bil­det sich unter Lei­tung des Gar­ten­freun­des Fritz Erd­mann der Män­ner­chor des Vereins.

Unser Ver­eins­heim in den 1960er Jah­ren. Foto: Vereinsarchiv

1961/1962

Infolge der Erwei­te­rung der Anlage wird ein neuer Bau­schup­pen errichtet.

1961 – Bau­ar­bei­ten für den Bau- und Gerä­te­schup­pen am Ver­eins­heim. Foto: Vereinsarchiv

1963 – 1965

Im Teil 1 unse­rer Anlage wird eine Elek­tro­frei­lei­tung instal­liert, sodass jede Par­zelle mit Strom ver­sorgt wer­den kann.

1966

Unser Ver­eins­heim ist zu einem gern besuch­ten Lokal gewor­den und das Platz­an­ge­bot reicht nicht mehr aus. Es begin­nen die Vor­be­rei­tun­gen für die Erwei­te­rung des Gastraumes.

1967

Der geplante Anbau des Ver­eins­heims wird in Eigen­leis­tung fer­tig­ge­stellt und kann im Herbst ein­ge­weiht werden.

1969

Als Ersatz für die teil­weise Auf­lö­sung der Klein­gar­ten­an­lage „Früh auf” wird eine Flä­che von 14.755 m² von einem pri­va­ten Grund­stück gepachtet.

Erschlie­ßung und Auf­bau von Teil 3 Anfang der 1970er Jahre. Im Foto der Gar­ten 112. Foto: Vereinsarchiv

1970

Unser Ver­ein fei­ert sein 50-jäh­ri­ges Bestehen. Aus die­sem Anlass fin­det im ehe­ma­li­gen Gast­hof Mar­kers­dorf eine Fest­ver­an­stal­tung statt. Eine Flä­che von 19.992 m² wird als Ersatz für die Auf­lö­sung der Klein­gar­ten­an­lage „Wochen­end” ange­pach­tet. Die auf einem Grund­stück eines ande­ren Eigen­tü­mers als „Pri­vat” ange­leg­ten Gär­ten sind in die­ser Art nicht mehr erwünscht und müs­sen an unsere Gar­ten­sparte ange­glie­dert werden.

Neu­be­ginn des Teils 3 auf dem ehe­ma­li­gen Mey­er­schen Feld im Jahre 1971. Foto: Vereinsarchiv

1973

Von der Sparte wird der Antrag auf den Titel „Staat­lich aner­kann­tes Nah­erho­lungs­ge­biet” gestellt. In die­sem Zusam­men­hang besucht uns eine Dele­ga­tion des Zen­tral­ver­ban­des des VKSK.

1975 – die Straße Förs­t­erwin­kel, wel­che unsere Anlage durch­quert, erhält eine Teer­de­cke.
Foto: Ver­eins­ar­chiv

1975

Die Straße Förs­t­erwin­kel, wel­che unsere Anlage durch­quert, erhält eine Teer­de­cke. Die Arbei­ten wer­den zum größ­ten Teil von den Mit­glie­dern im Rah­men eines Arbeits­ein­sat­zes durchgeführt.

1975 - Bau­ar­bei­ten an der Straße Förs­t­erwin­kel. Foto: Vereinsarchiv 

1977

Unser Ver­eins­heim wird von Ein­bre­chern heim­ge­sucht. Die Folge ist ein erheb­li­cher Sach­scha­den. Gestoh­len wur­den Tabak­wa­ren, Spi­ri­tuo­sen sowie ein­ge­la­gerte Lebensmittel.

1978

Der am Ver­eins­heim angren­zende „Rie­del­bach” tritt über die Ufer. Dabei wird auch unser Ver­eins­heim in Mit­lei­den­schaft gezo­gen, sodass der Fuß­bo­den erneu­ert wer­den muss. Unsere Sparte wird mit dem Titel „Her­vor­ra­gen­des Spar­ten­kol­lek­tiv” ausgezeichnet.

1980

Wir fei­ern unser 60-jäh­ri­ges Bestehen. Dazu fin­det eine Fest­ver­an­stal­tung für unsere Mit­glie­der im Ver­eins­heim statt. Auf dem Platz vor dem Heim bie­ten unsere Ver­eins­mit­glie­der ihre Erzeug­nisse an. Auf viel­sei­tige Weise wer­den unsere Mit­glie­der und Gäste unterhalten.

1981

Es begin­nen die Pla­nungs­ar­bei­ten für Elek­tro-Erd­ver­ka­be­lung in den Anla­gen­tei­len 1 und 2. Das Dach des Ver­eins­hei­mes wird neu gedeckt und die ers­ten Park­erlaub­nis­kar­ten eingeführt.

1984

In die­sem Jahr wer­den die Rekon­struk­ti­ons­ar­bei­ten am Ver­eins­heim abge­schlos­sen. Die Sparte wird aus­ge­zeich­net und erhält den Titel „Staat­lich aner­kann­tes Naherholungsgebiet”

1987

In den Anla­gen­tei­len 1 und 2 wird die Erd­ver­ka­be­lung der Elek­tro­lei­tung abge­schlos­sen und die alten, über­ir­di­schen Lei­tun­gen entfernt.

1990

Am 4. Sep­tem­ber 1990 erfolgt die neue Ver­eins­grün­dung. Der Ver­ein wird unter der lau­fen­den Num­mer 284 in das Grund­buch ein­ge­tra­gen und erhält den Namen Klein­gar­ten­ver­ein „Am Stadt­park” e. V. Chemnitz

1993

Nach dem Able­ben des lang­jäh­ri­gen Vor­sit­zen­den Gar­ten­freund Karl-Heinz Oet­tel, der den Ver­ein über 21 Jahre in Ein­zel­per­son lei­tete, macht sich eine vor­ge­zo­gene Neu­wahl erfor­der­lich. Erst­mals wird ein gesetz­li­cher Vor­stand (Vor­sit­zende, Stell­ver­tre­ter des Vor­sit­zen­den und Schatz­meis­ter) ent­spre­chend des Bun­des­klein­gar­ten­ge­set­zes gewählt, der den Ver­ein auf gesetz­li­cher Basis ver­tritt. Es erfolgt der Antrag auf Rück­über­tra­gung des im Rah­men der Ent­eig­nung von der Stadt Karl-Marx-Stadt über­nom­me­nen, ver­eins­ei­ge­nen Flur­stück Nr. 314.

1994

Es wer­den regel­mä­ßige, monat­li­che Sprech­stun­den des Vor­stan­des ein­ge­führt und neue Unter­pacht­ver­träge erar­bei­tet. Wei­ter­hin erfol­gen die Vor­be­rei­tungs­ar­bei­ten für die neue Sat­zung, Klein­gar­ten­ord­nung und Schieds­ord­nung. Sei­tens des Stadt­ver­ban­des Chem­nitz der Klein­gärt­ner wird eine Grup­pen-Lau­ben-Ver­si­che­rung ange­bo­ten, wel­che auf frei­wil­li­ger Basis Schä­den aus Ein­bruch­dieb­stahl und Van­da­lis­mus in den Klein­gär­ten absi­chern soll.

1995

Wir fei­ern das 75-jäh­rige Bestehen unse­rer Anlage. Die neue Sat­zung, Gar­ten­ord­nung und Schieds­ord­nung wer­den bestä­tigt. Alle Gär­ten wer­den auf For­de­rung der Stadt Chem­nitz durch­num­me­riert. Es erfolgt die Neu­ver­mes­sung der Nutz­flä­chen der Gär­ten mit den Num­mern 1 bis 78, um ein­heit­li­che Unter­pacht­ver­träge erar­bei­ten zu kön­nen, sodass alle Klein­gärt­ner im Besitz eines Unter­pacht­ver­tra­ges sind. Auf das Ver­eins­heim wird ein Brand­an­schlag ver­übt. Am Ver­eins­heim wird ein Abstell­platz für Kraft­fahr­zeuge geschaf­fen. Die Ener­gie­ver­sor­gung wird zufüh­rungs­sei­tig auf die Norm­span­nung 400/230 V umgestellt.

1996

Bestä­ti­gung der klein­gärt­ne­ri­schen Gemein­nüt­zig­keit durch das Gar­ten- und Fried­hofs­amt der Stadt Chem­nitz mit den ent­spre­chen­den Beauf­la­gun­gen: Im Rah­men der ers­ten Kon­trolle der Gemein­nüt­zig­keit der Klein­gär­ten durch die Stadt Chem­nitz wird der Ver­ein beauf­lagt, bis zur nächs­ten Kon­trolle alle hoch wach­sen­den Wald- und Park­bäume sowie Zweit­bau­ten (dazu gehör­ten auch sta­tio­näre Grill­plätze und Was­ser­be­cken mit mehr als 1 m³ Inhalt) zu ent­fer­nen.
Ein­be­ru­fung einer Mit­glie­der­ver­samm­lung für die Abstim­mung, ob das Ver­eins­heim saniert oder abge­ris­sen wer­den soll. Im Ergeb­nis ent­schie­den sich 64 % der anwe­sen­den Mit­glie­der für eine Sanie­rung, 34 % waren dage­gen und 2 % ent­hiel­ten sich der Stimme.
Des Wei­te­ren fand eine Son­der­ver­samm­lung der Klein­gärt­ner mit den Gar­ten­num­mern 128 bis 154 (pri­va­tes Pacht­grund­stück) statt. Der Grund war, dass 12 Gar­ten­freunde aus dem Ver­ein aus­tre­ten und mit dem Grund­stücks­ei­gen­tü­mer einen geson­der­ten Ver­trag auf pri­va­ter Basis abschlie­ßen woll­ten. Das hätte bedeu­tet, dass auch die rest­li­chen 18 Klein­gärt­ner zum Aus­tritt gezwun­gen wor­den wären. In lang­wie­ri­gen Ver­hand­lun­gen, in denen unser Ver­ein Unter­stüt­zung durch den Stadt­ver­band der Klein­gärt­ner erhielt und durch einen Jus­ti­ziar gericht­lich ver­tre­ten wurde, konnte im Jahr 1998 eine außer­ge­richt­li­che Ent­schei­dung erreicht wer­den, sodass die 12 Gar­ten­freunde ihre Kün­di­gung zurückzogen.

1997

Außer­or­dent­li­che Mit­glie­der­ver­samm­lung mit den Gar­ten­freun­den des Anla­gen­tei­les 2 – Thema: Her­aus­lö­sung des Tei­les 2 aus dem Klein­gar­ten­ver­ein. Ein Ver­päch­ter for­dert höhe­ren Pacht­zins, da nach sei­ner Mei­nung die auf sei­nem Grund­stück ange­leg­ten Gär­ten den Sta­tus eines Erho­lungs­gar­tens besit­zen.
Es fin­det sich ein neuer Päch­ter für den Betrieb unse­res Ver­eins­hei­mes. Zu die­sem Zweck wird ein lang­fris­ti­ger Ver­trag abge­schlos­sen, dass sei­tens des Päch­ters die bau­li­che Sub­stanz im Wesent­li­chen auf des­sen Kos­ten saniert wird. Der Ver­ein als Eigen­tü­mer des Ver­eins­hei­mes „Brett’l‑Hütte” min­dert die Pacht der­art, dass damit die Vor­fi­nan­zie­rung in einer Lauf­zeit von 15 Jah­ren getilgt ist.

1998

Im Anla­gen­teil 1 erfol­gen Ein­brü­che in 5 Gartenlauben.

1999

Der so genannte „Nadel­baum­er­lass” (Ent­fer­nung aller Nadel­ge­hölze aus den Klein­gär­ten) schlägt bei den Chem­nit­zer Klein­gärt­nern hohe Wellen.

Für ihre ver­dienst­volle Mit­ar­beit im Ver­ein wer­den die Gar­ten­freunde Rolf Hänel (Fach­be­ra­ter und Vor­sit­zen­der), Heinz Steyer (ehe­ma­li­ger Bau­lei­ter) und Heinz Weber (ehe­ma­li­ger Kas­sie­rer) mit der Ehren­na­del des Lan­des­ver­ban­des Sach­sen der Klein­gärt­ner in Gold geehrt. Das ist die höchste Aus­zeich­nung des Lan­des­ver­ban­des Sach­sen der Klein­gärt­ner. Wei­tere Gar­ten­freunde wer­den mit der Ehren­na­del des Lan­des­ver­ban­des Sach­sen in Sil­ber und Bronze geehrt.

2000

Nach der Sanie­rung erfolgt am 1. April die Wie­der­eröff­nung des Ver­eins­hei­mes. Wegen lau­fen­der Über­schrei­tung des Trink­was­ser­ver­brau­ches wer­den die Kalt­was­ser­zäh­ler in den Gär­ten auf Miet­ba­sis instal­liert. Gar­ten­freund Stef­fen Gorodsin­sky über­nimmt die War­tung.
Für ihre ver­dienst­volle Mit­ar­beit im Ver­ein wer­den die Gar­ten­freunde Arno Gorodsin­sky (ehe­ma­li­ger lang­jäh­ri­ger stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der), Char­lotte Gorodsin­sky (lang­jäh­rige Kas­sen­prü­fe­rin) und Hel­mut Zeu­ler (Chro­nist) mit der Ehren­na­del des Lan­des­ver­ban­des Sach­sen der Klein­gärt­ner in Gold geehrt. Wei­tere Gar­ten­freunde wer­den mit der Ehren­na­del des Lan­des­ver­ban­des Sach­sen in Sil­ber und Bronze geehrt.

2000 – Sanie­rung und Neu­auf­bau des Ver­eins­heims „Brett’l‑Hütte”.  Foto: Hel­mut Zeuler

2001

Bezüg­lich der Min­de­rung der hohen Was­ser­ver­luste wird eine Son­der-Mit­glie­der­ver­samm­lung ein­be­ru­fen, in deren Ergeb­nis ein­heit­lich beschlos­sen wird, dass eine neue Trink­was­ser­lei­tung durch eine Fremd­firma gebaut wird, die durch die Mit­glie­der im Rah­men einer Umlage vor­fi­nan­ziert wird. Die Abschrei­bun­gen für diese Vor­fi­nan­zie­rung wird auf 10 Jahre beschlossen.

2002

In den Fol­ge­jah­ren wer­den die Haupt­was­ser­lei­tun­gen ein­schließ­lich der Zulei­tun­gen zum Ver­eins­heim und bis zu den ein­zel­nen Par­zel­len erneu­ert. In die­sem Zusam­men­hang erfolgt die Umstel­lung der Strom­ver­sor­gung der Gär­ten 79 bis 127 auf Erd­ver­ka­be­lung (bis­her Frei­lei­tung). Die Kos­ten in Höhe von 36.628 Euro für die Trink­was­ser­lei­tung und 3.098 Euro für die Erd­ver­ka­be­lung wer­den von den Ver­eins­mit­glie­dern mit einer Abschrei­bung von 10 Jah­ren vor­fi­nan­ziert. Wei­ter­hin wer­den die Wege durch die Anlage mit Split neu belegt sowie Tore und Schau­käs­ten erneu­ert.
Der Ablö­se­be­trag für nicht geleis­tete gemein­nüt­zige Arbeits­stun­den wird in einer Höhe von 12,50 Euro je nicht geleis­tete Stunde ein­stim­mig von der Mit­glie­der­ver­samm­lung beschlos­sen.
Meh­rere Mit­glie­der wer­den mit der Ehren­na­del des Lan­des­ver­ban­des Sach­sen in Sil­ber und Bronze geehrt.

2003

Der Mit­glieds­bei­trag wird auf­grund der Erhö­hung des Mit­glieds­bei­tra­ges des Stadt­ver­ban­des der Klein­gärt­ner mit 24 Euro pro Mit­glied von der Mit­glie­der­ver­samm­lung beschlos­sen.
Für seine außer­or­dent­li­chen Leis­tun­gen auf dem Gebiet des Klein­gar­ten­ver­eins und als Arbeits­grup­pen­mit­glied beim Stadt­ver­band der Klein­gärt­ner wird Gar­ten­freund Rolf Hänel in das Ehren­buch des Stadt­ver­ban­des Chem­nitz der Klein­gärt­ner ein­ge­tra­gen. Das ist die höchste Aus­zeich­nung des Stadt­ver­ban­des Chem­nitz der Klein­gärt­ner. Meh­rere Mit­glie­der wer­den mit der Ehren­na­del des Lan­des­ver­ban­des Sach­sen in Sil­ber und Bronze geehrt.

2004

Begin­nend ab dem Haus­haltjahr 2004 wird erst­ma­lig das Rück­la­gen­kon­zept ein­ge­führt und auf Beschluss der Mit­glie­der­ver­samm­lung mit 20 Euro je Gar­ten jähr­lich als Bau- und Invest­pau­schale sowie Mehr­ver­brauch an Was­ser und Elek­tro­en­er­gie fest­ge­setzt.
Für seine 16-jäh­rige Aus­übung des Ehren­am­tes als stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der und wei­tere 17 Jahre als Unter­kas­sie­rer wird Gar­ten­freund Arno Gorodsin­sky in das Ehren­buch des Stadt­ver­ban­des Chem­nitz der Klein­gärt­ner ein­ge­tra­gen.
Meh­rere Mit­glie­der wer­den in der Jah­res­haupt­ver­samm­lung mit der Ehren­na­del des Lan­des­ver­ban­des Sach­sen in Sil­ber und Bronze geehrt.

2006

Durch einen zu spät fest­ge­stell­ten Was­ser­rohr­bruch lau­fen unbe­merkt 6.330 m³ (6.330.000 l) Was­ser weg. Der Scha­den beläuft sich auf 12.850 Euro.
Meh­rere Mit­glie­der wer­den in der Jah­res­haupt­ver­samm­lung mit der Ehren­na­del des Lan­des­ver­ban­des Sach­sen in Sil­ber und Bronze geehrt.

Der Weg zum Ver­eins­heim im Win­ter 2006.  Foto: Hel­mut Zeuler 

2007

Für ihre ver­dienst­volle Mit­ar­beit im Ver­ein wird die Gar­ten­freun­din Gisa Kir­ner (Schatz­meis­te­rin) mit der Ehren­na­del des Lan­des­ver­ban­des Sach­sen der Klein­gärt­ner in Gold geehrt. Wei­tere Gar­ten­freunde wer­den mit der Ehren­na­del des Lan­des­ver­ban­des Sach­sen in Sil­ber und Bronze geehrt.

2008

Für ihre ver­dienst­volle Mit­ar­beit im Ver­ein wer­den die Gar­ten­freunde Peter Kirch­berg und Sieg­fried Schrei­ter (Kas­sen­prü­fer) mit der Ehren­na­del des Lan­des­ver­ban­des Sach­sen der Klein­gärt­ner in Gold geehrt. Wei­tere Gar­ten­freunde wer­den mit der Ehren­na­del des Lan­des­ver­ban­des Sach­sen in Sil­ber und Bronze geehrt.

2009

Im Teil 1 der Anlage wer­den durch die Mit­glie­der der anlie­gen­den Gär­ten die Was­ser­lei­tun­gen erneuert.

2010

Der Gar­ten­ver­ein erhält im Februar, recht­zei­tig zum Sai­son­start, seine erste eigene Inter­net­seite: www.kgv-am-stadtpark.de und fei­ert vom 18. – 20. Juni sein 90-jäh­ri­ges Jubiläum.

Die erste Inter­net­seite des Ver­eins ist zukünf­tig unter www.kgv-am-stadtpark.de zu errei­chen. 
Bild­schirm­foto: Stef­fen Lexow

Auf einer Fest­ver­an­stal­tung wer­den ver­diente Ver­eins­mit­glie­der geehrt. Zu Gast ist Peter Paschke, der Vor­sit­zende des Landes­verbandes der Klein­gärt­ner e. V. Am fol­gen­den Tag gibt es ein Gar­ten­fest mit Pflan­zen­ver­kauf, rus­si­schen Spe­zia­li­tä­ten, Ker­zen­zie­hen, Filz­ar­bei­ten, Kunst­dru­cken, Pony­rei­ten und Tanz. Für Unter­hal­tung sor­gen der 1. Chem­nit­zer Spiel­manns­zug mit einem Platz­kon­zert und „Klein­gärt­ner Udo“ mit einer Come­dy­show. Am Abschluß­tag wird zünf­tig mit einem musi­ka­li­schen Früh­schop­pen gefeiert.

2010 – Gar­ten­fest zum 90-jäh­ri­gen Ver­eins­ju­bi­läum.  Foto: Verein

2011

Der Vor­stand beschließt, die Gär­ten 6 und 19 nicht zu ver­ge­ben. Statt­des­sen wer­den sie als soge­nannte „Tafel­gär­ten“ genutzt, deren Ziel es ist, sozial und wirt­schaft­lich benach­tei­lig­ten Men­schen, eine Mög­lich­keit zu geben, Obst und Gemüse selbst anzu­bauen und somit fri­sche Lebens­mit­tel zu erhal­ten. Der Ver­ein stellt für die Tafel­gärt­ner Was­ser und Strom zur Ver­fü­gung. Das soziale Pro­jekt der Tafel­gärt­ner ist in Sach­sen weit ver­brei­tet. Das Pro­jekt ist befris­tet für ein Jahr vom Job­cen­ter Chem­nitz der Bun­des­agen­tur für Arbeit bewil­ligt wor­den.
In die­sem Jahr begin­nen am Rie­del­bach die Arbei­ten zum Hoch­was­ser­schutz an der Chem­nitz. Im Zuge des­sen wird ein Park­platz für den Ver­ein geplant.

2012

Ende März wird der letzte Teil der Was­ser­lei­tung erneu­ert. Nun bekom­men auch die Gär­ten 112 bis 127 einen neuen Was­ser­an­schluß. Im Zuge der Bau­ar­bei­ten muß der letzte Teil der Anlage kom­plett gesperrt werden.

2013

Nach tage­lan­gen und teil­weise star­ken Regen­fäl­len, trat am 2. Juni die Chem­nitz über die Ufer. Auch der Rie­del­bach führte ein Viel­fa­ches sei­ner ursprüng­li­chen Was­ser­menge, somit wur­den auch viele Gär­ten und das Ver­eins­heim in Mit­lei­den­schaft gezo­gen. Nach nur einer Woche tra­fen sich viele frei­wil­lige Ver­eins­mit­glie­der zum Besei­ti­gen der Schä­den.
Fotos aus die­sen Tagen fin­den Sie in unse­rer Foto­ga­le­rie.

2. Juni 2013 – das Hoch­was­ser rich­tet gro­ßen Scha­den an.
Foto: Ver­ein
2013 – Flei­ßige Hel­fer arbei­ten an der Besei­tung der Hochwasser­schäden.
Foto: Ver­ein

2014

Anfang Mai wurde mit der Besei­ti­gung der bis dahin nicht ver­ge­be­nen Gär­ten 2 und 3 begon­nen, wel­che direkt an der Zufahrt zum Ver­ein­heim lie­gen. Auch hier hal­fen wie­der viele frei­wil­lige Ver­eins­mit­glie­der mit, um opti­male Vor­aus­set­zun­gen fü den Neu­bau zu schaf­fen.
Nach einem auf­wän­di­gen Bean­tra­gungs­ver­fah­ren bekam der Ver­ein von der Stadt Chem­nitz end­lich die Geneh­mi­gung zur Umwid­mung der Flä­che, um einen Park­platz für die Ver­ein­mit­glie­der und ihre Gäste zu schaf­fen. Somit stand dem Park­platz­neu­bau nichts mehr im Wege. Die Pla­nung und Finan­zie­rung wurde im Vor­feld auf der Jah­res­haupt­ver­samm­lung bespro­chen und abge­stimmt. Die Pla­nung über­nahm ein Archi­tek­tur­büro, die Finan­zie­rung erbrachte der Ver­ein aus bis dahin gebil­dete Rück­la­gen sowie 6000 € För­der­mit­tel, wel­che der Ver­ein nach Antrag von der Stadt Chem­nitz erhielt.

2015

Das große Pro­jekt des Ver­eins, der Park­platz­neu­bau, konnte in die­sem Jahr end­lich voll­endet wer­den. Außer­dem waren nun end­lich auch alle Hoch­was­ser­schä­den aus dem Jahr 2013 besei­tigt.
Im Dezem­ber fiel der Strom im Ver­eins­heim aus. Schnell wurde ein ent­spre­chen­des Bau­ka­bel ver­legt, um die Strom­ver­sor­gung im Ver­eins­heim auch über die Win­ter­mo­nate zu sichern.

2016

Im Februar wurde das Bau­ka­bel auf­grund der hohen Metal­lauf­kauf­preise gestoh­len. Somit ent­stand wie­der ein Scha­den von ca. 1000 €. Inge­samt kos­tete das Wie­der­her­stel­len der Strom­ver­sor­gung für das Ver­eins­heim fast 5000 €.
Im März kam es lei­der wie­der mal zu Ein­brü­chen in sie­ben Lau­ben des Ver­eins.
Auf der Jah­res­haupt­ver­samm­lung am 16. April 2016 über­gab Gar­ten­freun­din Carla Peske auf eige­nen Wunsch nach 17 Jah­ren das Amt des Ver­einvor­sit­zen­den an den bis­he­ri­gen Stell­ver­tre­ter Enrico Mes­za­ros. Wei­ter­hin wur­den Ronny Gep­pert zum stell­ver­tre­ten­den Vor­sit­zen­den und Annette Ruppe zur Schatz­meis­te­rin gewält.

2017

Auf der Jah­res­haupt­ver­samm­lung am 1. April 2017 wur­den ein Thema hef­tig dis­ku­tiert: Es ging um die Erhö­hung des Ver­eins­bei­tra­ges für den Stadt­ver­band Chem­nitz. Die­ser hatte wenige Tage zuvor beschlos­sen, den Bei­trag für die Mit­glieds­ver­eine anzu­he­ben, um damit Flä­chen von Klein­gar­ten­ver­ei­nen, wel­che sich auf Pri­vat­grund­stü­cken befin­den, anzu­kau­fen, um diese Ver­eine vor einer Kün­di­gung ihrer Flä­chen zu bewah­ren.
Freie Presse Chem­nitz vom 27. März 2017
Die Mit­glie­der unse­res Gar­ten­ver­eins dis­ku­tier­ten hef­tig über die Finan­zie­rung diese Bei­tra­ges. Ein Beschluss wurde jedoch nicht gefasst.
Am 21.10.2017 fand in einer Unter­bre­chung der Zäh­ler­ab­le­sung eine außer­or­dent­li­che Mit­glie­der­ver­samm­lung auf dem Park­platz vor dem Ver­eins­heim statt. Vor­sit­zen­der Enrico Mes­za­ros infor­mierte die anwe­sen­den Mit­glie­der, dass der Vor­stand in der der­zei­ti­gen Zusam­men­set­zung im neuen Jahr nicht mehr bestehen wird. Daher wur­den die Mit­glie­der auf­ge­for­dert, sich für die Posi­tio­nen des Vor­stands­vor­sit­zen­den bzw. des Stell­ver­tre­ters zu bewer­ben und sich auf der nächs­ten Mit­glie­der­ver­samm­lung zur Wahl zu stel­len. Inter­es­sierte Mit­glie­der konn­ten sich schrift­lich beim Vor­stand mel­den und wur­den gebe­ten, an der nächs­ten Vor­stands­sit­zung teil­zu­neh­men.
Fer­ner wurde der Aus­tausch der Strom­zäh­ler dis­ku­tiert, da viele Strom­zäh­ler ver­al­tet und nicht geeicht waren. Die Mit­glie­der einig­ten sich dar­auf, dass beim nächs­ten Was­sera­b­le­sen neue Strom­zäh­ler aus­ge­ge­ben wer­den. Den Ein­bau konn­ten die Mit­glie­der selbst orga­ni­sie­ren oder eine von dem Ver­ein beauf­trag­ten Firma durch­füh­ren las­sen.
Am 10.12.2017 erfolgte ein Ein­bruch­dieb­stahl in das Bau­hhof­la­ger, bei dem Geräte im Wert von über 1000 € gestoh­len wurden.

2018

Am 25.09.2018 hat der Vor­stand auf einer außer­or­dent­li­chen Vor­stands­sit­zung die Amts­ent­he­bung des bis­he­ri­gen Vor­sit­zen­den beschlos­sen. Die Been­di­gung der Zusam­men­ar­beit und die Amts­ent­he­bung erfolgte auf der Grund­lage der Sat­zung § 8 (6) mit sofor­ti­ger Wir­kung. Bis zu einer Neu­wahl über­nimmt der bis­he­rige Stell­ver­tre­ter Erhard Kro­ker die Amts­ge­schäfte des Vor­sit­zen­den. Die Arbeit des Vor­stands wurde mit die­ser Maß­nahme nicht beeinträchtigt.

2020

Auf­grund der Coro­na­vi­rus-Pan­de­mie wird die für den 4. April geplante Jah­res­haupt­ver­samm­lung am 14. März auf einen unbe­stimm­ten Zeit­punkt ver­scho­ben.
Am 20. März beschließt der Vor­stand, dass bis auf Wei­te­res keine Vor­stands­sit­zun­gen und ‑sprech­stun­den statt­fin­den. Den Mit­glie­dern wird die Mög­lich­keit gege­ben, per E‑Mail eine Tele­fon­num­mer zu sen­den, mit der dann der Vor­stand mit dem Mit­glied in Kon­takt auf­neh­men kann.
Am 9. Juni kann auf­grund der gelo­cker­ten Ein­schrän­kun­gen wie­der eine Vor­stands­sit­zung statt­fin­den. Am 13. Juni fin­den wie­der Gar­ten­be­ge­hun­gen statt. Gleich­zei­tig wer­den die Was­ser­zäh­ler ver­plomt. Die ers­ten Arbeits­ein­sätze erfol­gen ab dem 27. Juni 2020.

Am 16. Sep­tem­ber geht die neue Inter­net­seite des Ver­eins online. Sie hat ein moder­nes Design und den Vor­teil, dass sie auf mobi­len End­ge­rä­ten, wie Smart­phone und Tablet, bes­ser les­bar ist.

Herz­li­chen Dank an unse­ren lang­jäh­ri­gen Chro­nis­ten Hel­mut Zeu­ler für die Zusam­men­stel­lung der Daten und Ehren­mit­glied Rolf Hänel für die Mitarbeit.

Wenn Sie Inter­esse an der Geschichte des Klein­gar­ten­we­sens haben oder wei­tere Infor­ma­tio­nen benö­ti­gen, emp­feh­len wir Ihnen einen Besuch im Deut­schen Klein­gärt­ner­mu­seum.

Trotz sorg­fäl­ti­ger Recher­che ist es mög­lich, dass wir ein Ereig­nis nicht berück­sich­tigt haben, da die Chro­nik nur teil­weise erhal­ten ist. Wenn Sie Hin­weise haben, Ihnen ein Ereig­nis beson­ders am Her­zen liegt oder sich ein­fach nur Feh­ler ein­ge­schli­chen haben, dann schrei­ben Sie uns: chronist@kgv-am-stadtpark.de.
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Vie­len Dank für Ihre Mit­ar­beit.
Der Chro­nist