29. November 2020

Fachberater

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Dahlien richtig überwintern

Liebe Gar­ten­freun­din­nen,
liebe Gar­ten­freunde,

die zau­ber­hafte Dah­lie ist mit ihren zahl­rei­chen Far­ben und For­men die Köni­gin der Blu­men­beete und eig­net sich auch als Schnitt­blume. Zu den ins­ge­samt 15 Dah­li­en­klas­sen gehö­ren unter ande­rem die Rie­sen- und Kak­tus­dah­lie, sowie die Halskrausen‑, Ball- und See­ro­sen­dah­lien. Sie stammt ursprüng­lich aus Mit­tel­ame­rika. Je nach Sorte blüht sie von Juni bis zum ers­ten Frost.

Dah­lien sind nicht win­ter­hart. Sobald der erste Frost die Pflanze dun­kel gefärbt hat, schnei­det man die Stän­gel eine hand­breit über dem Boden zurück. Es emp­fiehlt sich die Knol­len mit Eti­ket­ten zu ver­se­hen, auf denen die Sor­ten und Far­ben ste­hen. Mit einer Gra­be­ga­bel wer­den die Knol­len nun vor­sich­tig aus der Erde geho­ben. Der Boden sollte nach Mög­lich­keit nicht zu nass sein. Die lockere Erde wird vor­sich­tig abge­schüt­telt. Fest­haf­tende Erd­stü­cke soll­ten an der Knolle ver­blei­ben. Ver­letzte, kranke oder fau­lige Stel­len wer­den mit einem schar­fen Mes­ser her­aus­ge­schnit­ten. Die Schnitt­stel­len wer­den am bes­ten mit Holz­koh­le­pul­ver, etwa aus der Tüte mit der Grill­kohle, desinfiziert.

Abge­fal­lene Rand­knol­len kön­nen nicht mehr ver­wen­det wer­den. Die Knol­len benö­ti­gen ein Stück Stamm bzw. Herz, damit die Dah­lie wie­der neu aus­treibt. Damit die Knol­len gut abtrock­nen, bringt man sie für einige Tage an einen luf­ti­gen und frost­freien Platz wo sich der Saft in den Stän­geln zurück­zieht. Am bes­ten wer­den die Dah­li­en­knol­len in Kis­ten mit tro­cke­nem Sand oder Torf gelegt und bei etwa sechs bis zehn Grad, nicht zu nass und zu tro­cken über­win­tert. Das Ein­schlag­ma­te­rial darf nicht bis zum Stän­gel­an­satz der Knolle rei­chen um Fäul­nis zu ver­mei­den. Wich­tig ist das Win­ter­la­ger regel­mä­ßig zu kon­trol­lie­ren. Falls die Knol­len geschrumpft sind, feuch­tet man den Sand oder Torf an oder legt sie über Nacht in einen Eimer mit mäßig tem­pe­rier­tem Was­ser. Dann soll­ten die Knol­len aber wie­der abtrock­nen. Ist das Über­win­te­rungs­quar­tier zu warm droht ein zu frü­her Aus­trieb, die Triebe kön­nen aber vor dem Aus­pflan­zen ein­fach ein­ge­kürzt werden.

Ab Ende April kön­nen die Knol­len in mög­lichst nicht zu feuch­ten Boden gepflanzt wer­den. Die Knol­len soll­ten leicht mit Erde bedeckt wer­den. Bei älte­ren Knol­len soll­ten die Stän­gel­reste vom Vor­jahr noch aus der Erde schauen. Der Aus­trieb zeigt sich nach zwei Wochen. Sollte dann noch mal Frost dro­hen, stül­pen sie ein­fach einen Eimer über den jun­gen Austrieb.

Einen schö­nen Jah­res­aus­klang wünscht Ihnen

Ihre Fach­be­ra­te­rin
Steffi Voigt

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